Zwischen Politik und Gotik. Hallo Bern.

Von einem Eispalast kann zwar noch nicht die Rede sein, wenn vom 24. Dezember bis 15. Januar auf dem Bundesplatz eine Kunsteisbahn zum Rundendrehen einlädt. Eine beeindruckende Kulisse gibt das Bundeshaus aber allemal ab und vielleicht wagt sich ja gar der eine oder andere Regierungsvertreter in die Schlittschuhe und aufs Glatteis. So oder so: Wer sich in einem Winterwunderland wiederfinden will, braucht nicht unbedingt in den Zug nach Interlaken oder noch weiter zu steigen. Auch in Bern braucht man während den kalten Monaten nicht lange nach einer wohlig-warmen Ambiance zu suchen, beispielsweise bei einer warmen Tasse Kaffee im Adriano‘s  am Theaterplatz oder des in der Buchhandlung Stauffacher integrierten Café Littéraire. An Orten zum Aufwärmen mangelt es also nicht. Doch wo will man sich zunächst kalte Fingerspitzen holen?

Ab uf z‘Märit!

Ma la bellezza di questo posto… #nofilter

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Beispielsweise am Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz. Der feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum und findet passenderweise unter dem Motto „Kerzenlicht“ statt. Dieses gehört schliesslich nicht nur auf die Torte eines runden Geburtstags, sondern auch in die Adventszeit. Der Münster Weihnachtsmärit ist seit jeher bekannt für seine regionalen Kunsthandwerke: Verkauft wird nur, was von den Ausstellern in der eigenen Werkstatt hergestellt wurde. Und so finden sich an den Ständen ausschliesslich liebevoll gefertigte Unikate, vom noblen Halsschmuck bis zur quirligen Frühstückstasse. 10 Minuten Fussweg weiter findet sich der Weihnachtsmarkt am Waisenhausplatz. Seit über 20 Jahren lädt auch er die Stadtbummler dazu ein, einige Posten auf der Weihnachtswunschliste abzuhaken. Mit einem breiten Sortiment aus Antiquitäten, Lederwaren, Spielzeug und vielen weiteren Artikeln von über 50 Verkaufsständen sollte dabei so manches Präsent klar gemacht werden. Beide Märkte dauern vom 29. November bis 24. Dezember. Doch auch für jene, die nicht vom Shoppingfieber gepackt sind, lohnt sich ein Spaziergang durch die Holzhäuschen-Szenerie. So sind die lauschigen Altstadtbauten, um welche die Märkte stattfinden, doch der perfekte Hintergrund für die Adventsharmonie, die sich in vollen Zügen geniessen und am Ende mit einem kulinarischen Besuch im Klötzlikeller feierlich abschliessen lässt.
Weitere Infos: www.bernerweihnachtsmarkt.ch (Münsterplatz) / www.weihnachtsmarktbern.ch(Waisenhausplatz)

In der Allmend geht die Sonne auf

Seit genau dreissig Jahren lässt der kanadische Cirque du Soleil auf der ganzen Welt die Kinnladen staunend offen stehen. Seine Mischung aus Poesie, Akrobatik und Humor sind stilbildend für das Zirkusgenre geworden und beweist, dass es auch ohne Tiere in der Manege gelingt, das Publikum begeistert auf den Heimweg zu schicken. In der Schweiz macht der Sonnenzirkus mit seinem Programm „Kooza“ in der Berner Allmend Halt und zwar vom 1. bis 12. März.
Weitere Infos: www.cirquedusoleil.com

Der Berg ruft auch in den Niederungen

Wer im Winter lieber im Tal bleibt, trotzdem aber etwas Bergwelt schnuppern möchte, macht sich auf zum Alpinen Museum der Schweiz am Helvetiaplatz.  Dort finden sich diverse Sammlungen rund um die Themen Berge und Alpen und das Verhältnis, welches der Mensch zu ihnen pflegt. Aktuell gibt es ausserdem die Sonderausstellung „Himalaya Report“ zu bewundern, die sich damit beschäftigt, auf welche Arten Bergsteiger im Wandel der Zeit ihre Touren medial dokumentierten.
Weitere Infos: www.alpinesmuseum.ch

Spannung und Entspannung

Kino in den Badehosen? Aberschosicher: Das Cinebad beim Bollwerk ist Wellnesstempel und Filmvorführort in einem. Entspannung finden die Besucher im Pool ebenso wie in der Sauna und im Dampfbad. Um 20 Uhr sollte man sich dann aber zum Hauptbecken begeben. Dort wird nämlich jeweils am Wochenende auf grosser Leinwand ein aktueller Spielfilm gezeigt, die Zuschauer schweben derweil tieeeef entspaaaaannt im Wasser oder räkeln sich auf einem Polstersessel.
Weitere Infos: www.cinebad.ch